
Diversifying nonprofit funding through cross-sector collaboration
Der Druck auf die Finanzierung von humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit hat zugenommen und erreicht durch aktuelle politische Entwicklungen neue Ausmasse. Wir teilen Erkenntnisse und Best Practices aus unserer Arbeit im HumOSCM Lab zur sektorübergreifenden Zusammenarbeit als Mittel zur Diversifizierung der Finanzierung.
[English version at the bottom of the page]
Motivation und Hintergrund
Der Druck auf die Finanzierung der humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit hat zugenommen und durch die jüngsten politischen Entwicklungen eine neue Dimension erreicht. Dies ist vor allem in den USA zu beobachten und betrifft Organisationen auf der ganzen Welt, aber auch in der Schweiz, wo die Budgets für die Entwicklungszusammenarbeit in den kommenden Jahren gekürzt werden sollen. (external page srf.ch, external page dw.com)
Die Erschließung alternativer Finanzierungsquellen ist seit jeher eine wichtige Motivation für gemeinnützige Organisationen, mit Unternehmen zusammenzuarbeiten. Die „sektorübergreifende Zusammenarbeit“ bietet jedoch ein viel größeres Potenzial, wenn sie effektiv angegangen und verwaltet wird. Wir beleuchten die Bedeutung der sektorübergreifenden Zusammenarbeit in der Schweiz und stellen Best Practices aus unserer Forschung vor.

Bedeutung der sektorübergreifenden Zusammenarbeit
Eine Studie über von der Zewo zertifizierte Schweizer Organisationen, die in der Entwicklungsarbeit und humanitären Hilfe tätig sind, zeigte Folgendes:
- Die meisten Organisationen haben weniger als zehn Partnerschaften mit Unternehmen. Nur wenige Organisationen unterhalten mehr als 30 Partnerschaften, was eine grosse Streuung innerhalb des Sektors widerspiegelt.
- Während die veröffentlichten Kooperationen zwischen 2012 und 2021 erheblich zunahmen, erreichten die Unternehmenspartnerschaften 2016 ihren vorläufigen Höhepunkt.
- 49 % aller identifizierbaren Kooperationen waren ausschließlich finanzielle Zuwendungen schöpften das Potenzial der sektorübergreifenden Zusammenarbeit nicht weiter aus.
Gleichzeitig liegen die finanziellen Beiträge der Unternehmen in der Regel unter 10 % der Einnahmen der Organisationen, selbst bei sehr professionell in diesem Thema aufgestellten Organisationen. Die sektorübergreifende Zusammenarbeit sollte daher als Mittel zur Diversifizierung der Finanzierung betrachtet werden, nicht aber als Ersatz für öffentliche Beiträge.
“Die Herausforderung besteht immer darin, das Richtige zu finden, das sowohl der Organisation als auch dem Unternehmen hilft. Ich würde also sagen, den Gartenzaun [einer Einrichtung] zum fünften Mal im selben Jahr neu zu streichen, macht für uns einfach keinen Sinn. ”Head of Corporate Partnerships

Best Practices
Ziele klar formulieren: Definieren Sie Ihre Ziele klar, wenn Sie mit Unternehmen eine Zusammenarbeit anstreben. Ob es um die Beschaffung von Finanzmitteln, die Nutzung von Netzwerken oder die Suche nach bestimmten Fähigkeiten geht, es ist wichtig, klare Ziele zu haben.
Formate für die Zusammenarbeit entwickeln: Denken Sie über mögliche Formen der Zusammenarbeit nach, die für die Partner attraktiv sind und Ihren Zielen entsprechen. Denken Sie an gemeinsame Projekte, Freiwilligenarbeit von Mitarbeitern oder Produktspenden.
Fit mit Partnern berücksichtigen: Beurteilen Sie die Kompatibilität zwischen Ihrer Organisation und potenziellen Partnern anhand von Kriterien wie örtliche Eignung, Aktivitätseignung, Ressourceneignung und zeitliche Eignung.
Gezielte Ansprache: Nutzen Sie bestehende Kontakte und Foren, um die Kontaktaufnahme zu erleichtern. Kaltakquise ist selten erfolgreich, nutzen Sie also Ihr Netzwerk und Ihre Verbindungen.
Gemeinsam zurückblicken und vorausplanen: Überprüfen und bewerten Sie regelmäßig Ihre Zusammenarbeit mit Partnern. Dadurch ergeben sich Möglichkeiten, Aktivitäten anzupassen, neue Formate zu entwickeln und mehr Interessengruppen einzubeziehen.
“[...] wir haben auf globaler Ebene eine so gute Beziehung zu diesen Partnern, dass sie auch das Bedürfnis haben, uns dabei zu unterstützen, neue Partner an Bord zu holen und […] sie sind da, um mit diesen Interessenten zu sprechen und ihnen zu erzählen, wie sie mit uns zusammenarbeiten.”Corporate Partnerships Advisor
Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie mehr erfahren oder in Zukunft zu unserer Arbeit beitragen möchten.
English Version:
The pressure on funding for humanitarian and development aid has been intensifying, reaching unprecedented levels due to recent political developments. We share insights and best practices from our work at the HumOSCM Lab on cross-sector collaboration as a means to diversify humanitarian and development funding.
Motivation and Background
Pressure on humanitarian and development aid funding has been increasing, reaching new dimensions due to recent political developments. This is most prominently seen in the U.S., affecting organizations globally, but also in Switzerland, where budgets for development cooperation are set to be reduced in the coming years.
Acquiring alternative funding sources has always been a significant motivation for nonprofit organizations to collaborate with companies. However, 'cross-sector collaboration' offers much broader potential if approached and managed effectively. We highlight the significance of cross-sector collaboration in Switzerland and share best practices from our research.
Significance of cross-sector collaboration
In a study of Swiss organizations active in development and humanitarian aid (organizations certified by Zewo), we find:
Most organizations have fewer than ten partnerships with companies. Only a few organizations maintain more than 30 partnerships, reflecting significant variation in the sector.
While reported collaborations grew substantially between 2012 and 2021, corporate partnerships peaked in 2016, followed by a consolidation.
The analysis further revealed that 49% of all identifiable collaborations were solely financial donations, not tapping the broader potential of collaborating across sectors.
At the same time, corporate financial contributions are usually below 10% of organizations’ income, even for very advanced organizations on the topic. Cross-sector collaboration should, therefore, be seen as a means to diversify funding but not to replace public contributions.
Best Practices
Articulate Your Objectives: Clearly define your goals when approaching companies for collaboration. Whether it's fundraising, leveraging networks, or seeking specific capabilities, having clear objectives is essential.
Envision Formats for Collaboration: Think through potential formats for working together that are engaging for partners and align with your goals. Consider joint projects, employee volunteering, or product donations.
Consider the Fit with a Partner: Assess the compatibility between your organization and potential partners across dimensions like local fit, activity fit, resource fit, and time fit.
Engage in Targeted Outreach: Use existing contacts and forums to facilitate outreach. Cold-calling is rarely successful, so leverage your network and connections.
Jointly Review Collaborations: Regularly review and evaluate your collaborations with partners. This creates opportunities to adjust activities, envision new formats, and involve more stakeholders.
Please reach out to us if you want to learn more or contribute to our work in the future.